Christian Hochgrebe übernimmt den Vorsitz der GGL und leitet die Vorbereitungen zur Evaluierung des GlüStV 2021 ein
Geschrieben von Henrik Schmitz · 8.7.2026

Christian Hochgrebe übernimmt den Vorsitz der GGL und leitet die Vorbereitungen zur Evaluierung des GlüStV 2021 ein

Am 1. Juli 2026 hat Christian Hochgrebe den rotierenden Vorsitz im Verwaltungsrat der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder übernommen und Sandro Kirchner abgelöst, während die Behörde ihre Arbeit an der ersten umfassenden gesetzlichen Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 intensiviert.
Die GGL konzentriert sich nun darauf, bis zum 31. Dezember 2026 eine detaillierte Bewertung vorzulegen, die Werbebeschränkungen, Einzahlungslimits, Verbraucherschutz sowie Maßnahmen zum verantwortungsvollen Glücksspiel untersucht, und gleichzeitig die Durchsetzung gegen illegale Anbieter durch Zahlungsblockaden und Maßnahmen bei Hosting-Providern vorantreibt.
Der Wechsel im Verwaltungsrat der GGL
Christian Hochgrebe hat am 1. Juli 2026 den rotierenden Vorsitz übernommen, und dieser Übergang erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörde ihre Prioritäten klar auf die bevorstehende Evaluierung ausrichtet; Beobachter berichten, dass die Kontinuität in der Führung gewahrt bleibt, während neue Akzente in der Koordination zwischen den Bundesländern gesetzt werden.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder bleibt zuständig für die einheitliche Umsetzung des GlüStV 2021, und Hochgrebe bringt seine Erfahrung aus der bayerischen Verwaltung in diese Rolle ein, sodass die Vorbereitungen auf die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung reibungslos fortgesetzt werden können.
Vorbereitung der ersten umfassenden Evaluierung
Die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 steht im Mittelpunkt der aktuellen Arbeit, und bis Ende 2026 müssen Werbebeschränkungen, Einzahlungslimits, Verbraucherschutzstandards sowie verantwortungsvolle Glücksspielmaßnahmen systematisch geprüft werden; Daten aus den ersten Jahren der Umsetzung fließen in diese Analyse ein.
Experten der GGL sammeln statistische Erhebungen und Berichte aus den Ländern, während die Bewertung auch die Wirksamkeit der Kanalisierung in den regulierten Markt einbezieht; diese umfassende Überprüfung bildet die Grundlage für mögliche Anpassungen am bestehenden Regelwerk.

Durchsetzung gegen illegale Anbieter und Kanalisierung
Die Bekämpfung illegaler Glücksspielangebote bleibt eine zentrale Aufgabe, und die GGL setzt weiterhin auf Zahlungsblockaden sowie Maßnahmen gegen Hosting-Provider, um den Zugang zu nicht lizenzierten Plattformen einzuschränken; diese Instrumente haben sich in den vergangenen Jahren als wirksam erwiesen.
Gleichzeitig werden Anstrengungen unternommen, die Spieler in den legalen Markt zu lenken, und die Behörde beobachtet, wie sich die Nachfrage nach lizenzierten Angeboten entwickelt; Kernstrukturen wie das Ein-Euro-Einsatzlimit bei Slots sollen dabei unverändert bestehen bleiben, sodass die Rahmenbedingungen stabil bleiben.
Erwartete Auswirkungen auf den deutschen Markt
Die Evaluierung wird Aufschluss darüber geben, wie sich die Regelungen des GlüStV 2021 auf Werbung, Einzahlungslimits und Schutzmaßnahmen auswirken, und die Ergebnisse sollen bis Dezember 2026 vorliegen; Behördenvertreter betonen, dass die strukturellen Grenzen wie das Slot-Einsatzlimit Bestand haben werden.
Die Koordination zwischen den Ländern unter Hochgrebe soll die Umsetzung dieser Maßnahmen erleichtern, und die GGL arbeitet daran, die Durchsetzung effizienter zu gestalten, während die Vorbereitung der Evaluierung parallel läuft.
Fazit
Der Wechsel im Vorsitz markiert den Beginn einer intensiven Phase für die GGL, in der die Vorbereitung der Evaluierung des GlüStV 2021 im Vordergrund steht; bis Ende 2026 werden Werbebeschränkungen, Einzahlungslimits und Verbraucherschutz bewertet, während die Durchsetzung gegen illegale Anbieter und die Kanalisierung in den legalen Markt weiterhin Priorität genießen.